Colliers: Neues Rekordjahr für Hamburg

Nach Angaben des Immobiliendienstleisters Colliers International belief sich das Transaktionsvolumen für gewerbliche Immobilien im Jahr 2018 in Hamburg auf 5,7 Milliarden Euro – ein neuer Rekord für die Hansestadt. „Die vorgezogene Jahresendrallye im dritten Quartal schrieb sich im Abschlussquartal nahtlos fort und sorgte so erstmalig für ein Jahresendergebnis über fünf Milliarden Euro. Die vorherrschende Produktknappheit, die vor allem 2017 zu spüren war, verabschiedete sich insbesondere im zweiten Halbjahr 2018, und die stark gefüllte Pipeline kam zum Tragen. Das Rekordergebnis liegt mit rund 66 Prozent nicht nur über dem Vorjahreswert, sondern auch mit rund 15 Prozent deutlich über dem bisherigen Rekordwert von 4,9 Milliarden Euro in 2016“, sagt Frank-D. Albers, Head of Capital Markets Hamburg bei Colliers International.

Größter Einzeldeal des Jahres war bereits im ersten Quartal der Verkauf des Springer-Quartiers. Die Projektentwicklung wurde für rund 400 Millionen Euro von der Momeni-Gruppe an mehrere ärztliche Versorgungswerke verkauft. Rund zwei Drittel des Gesamtvolumens wurden allein in der zweiten Jahreshälfte generiert.

Investoren fragten insbesondere Büroimmobilien nach: Rund 61 Prozent des Transaktionsvolumen fiel auf diese Assetklasse, die damit unangefochtene Nummer eins unter den Nutzungsarten bleibt. Weit abgeschlagen auf Rang zwei landeten Einzelhandelsobjekte mit einem Anteil von rund zwölf Prozent. Den dritten Rang belegte der Hotelsektor mit rund sechs Prozent, dicht gefolgt von Mischnutzungen und Grundstücken, die circa fünf beziehungsweise vier Prozent des Transaktionsvolumens ausmachten. Industrie- und Logistikverkäufe stellten 2018 eine kaum relevante Größe für Hamburgs Investmentmarkt dar. Am investitionsfreudigsten zeigten sich im vergangenen Jahr die Asset-Manager und Bestandshalter. Knapp ein Viertel steuerten diese zum Transaktionsvolumen auf Käuferseite bei. An zweiter Stelle folgten – wie im Vorjahr – die offenen und Spezialfonds mit einem Anteil von rund 18 Prozent. Aktiv war ebenfalls die Gruppe der Immobilien AGs, die für rund zwölf Prozent des Transaktionsvolumens verantwortlich waren. Bei den Verkäufergruppen waren hingegen die Projektentwickler und Bauträger mit einem Anteil von rund 25 Prozent am stärksten vertreten und verdrängten damit die in 2017 auf Rang 1 positionierten Asset-Manager und Bestandshalter auf den dritten Rang mit rund 13 Prozent.

Auf Käuferseite ging das Engagement der ausländischen Investoren relativ, jedoch nicht absolut zurück. 2018 stellten diese circa 32 Prozent aller Käufer, 2017 machten sie rund 43 Prozent aus. Während sich die Summe im Jahr 2017 auf rund 1,5 Milliarden Euro belief, lag diese im vergangenen Jahr bei rund 1,8 Milliarden Euro. Nordamerikanische und europäische Investoren trugen zu gleichen Anteilen, nämlich zu rund 44 Prozent, zum internationalen Kapital bei. Investoren aus Asien beziehungsweise Middle East waren für rund zwölf Prozent verantwortlich. Der Anteil internationaler Verkäufer am Gesamtvolumen bezifferte sich auf insgesamt rund 37 Prozent. Unter diesen führten mit circa 65 Prozent ebenfalls nordamerikanische Investoren die Rangliste an. Den übrigen Anteil von rund 35 Prozent investieren Kapitalgeber aus dem europäischen Ausland.

Die Bruttospitzenrendite für Büroimmobilien sank um zehn Basispunkte von 3,30 auf 3,20 Prozent, während die Rendite von Geschäftshäusern stabil bei 3,20 Prozent blieb. Bei Logistikimmobilien fiel diese von 4,65 auf 4,50 Prozent. Die Spitzenrendite für Hotelimmobilien betrug Ende 2018 4,00 Prozent.

Quelle: Pressemitteilung Colliers International

Colliers International Property Consultants Inc. ist ein international tätiges Unternehmen für gewerbliche Immobiliendienstleistungen mit Sitz in Seattle. Colliers International, Deutschland ist ein Verbund von Immobilienberatern mit Standorten in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Stuttgart und Wiesbaden. (mb1)

www.colliers.de

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