Luxusgut Wohnraum: So viel kostet ein zusätzliches Zimmer

Wenn Paare zusammenziehen, sich Nachwuchs ankündigt oder einfach der Platz zu knapp wird, muss eine größere Wohnung her. Angesichts immer neuer Rekordwerte bei Mieten und Kaufpreisen folgt auf die Euphorie meist schnell Ernüchterung. Wie das Maklerunternehmen Homeday anhand von 400.000 Vermietungs- und Verkaufsinseraten für die sieben größten deutschen Städte ermittelt hat, geht zusätzlicher Wohnraum tatsächlich mit deutlichen Preissprüngen einher.

So zeigt die Analyse, dass die durchschnittlichen Mietpreise für Wohnungen mit jedem weiteren Zimmer um jeweils 34 Prozent steigen. Noch deutlicher fallen die Unterschiede bei Eigentumswohnungen aus. Dort erhöhen sich die Verkaufssummen mit jedem zusätzlichen Raum sogar um 43 Prozent. Der prozentual größte Preissprung zeigt sich im direkten Vergleich von Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen. Während die geforderten Mieten für ein zweites Zimmer in allen untersuchten Städten um durchschnittlich 43 Prozent steigen, beträgt die Differenz bei entsprechenden Eigentumswohnungen 61 Prozent. Am weitesten gehen die Preise in München und Frankfurt am Main auseinander. So klettert die mittlere monatliche Kaltmiete in der bayerischen Landeshauptstadt bei zwei Räumen um 350 Euro auf 1.100 Euro. Werden dort bereits für den Kauf von einem Zimmer mit Küche und Bad fast eine Viertelmillion Euro benötigt, so steigt der Verkaufspreis mit einem zweiten Wohnraum um weitere 170.000 Euro. Ähnlich hochpreisig präsentiert sich auch die hessische Bankenmetropole mit einem Zuwachs von 260 Euro auf 810 Euro bei den monatlichen Mietkosten und einer Differenz von mehr als 120.000 Euro bei den Eigentumswohnungen. Richtig teuer wird es unter anderem auch für junge Familien, die sich von drei auf vier Zimmer vergrößern wollen. Beispiel Berlin: Für entsprechende Wohnungen mit einen zusätzlichen Raum stellen Vermieter im Schnitt 430 Euro mehr in Rechnung – die monatliche Mietbelastung steigt von 960 Euro auf 1.390 Euro. Noch größer fallen die Unterschiede in München und Frankfurt am Main (je 490 Euro) sowie in Hamburg (460 Euro) aus. Lediglich in Köln gestaltet sich der Übergang mit 300 Euro (von 880 Euro auf 1.180 Euro) etwas moderater.

„Für Mieter mit günstigen Bestandsverträgen fällt der Aufschlag beim Umzug in eine Vier-Zimmer-Wohnung oft noch einmal deutlich höher aus”, erläutert Steffen Wicker, Gründer und Geschäftsführer von Homeday. „Nicht selten geht der Wunsch nach einer solchen Vergrößerung mit einer Verdopplung der bisherigen Miete einher.”

Wer hingegen statt teurer Mietzahlungen auf einen Wohnungskauf setzt, benötige in den Top-Sieben-Städten neben einem guten finanziellen Polster auch einen langen Atem. So haben die Verkaufspreise für Eigentumswohnungen mit vier Zimmern in Berlin und Hamburg die durchschnittliche Marke von einer halben Million Euro längst überstiegen. Höchstpreise erzielen Verkäufer derzeit in München (829.000 Euro) und Frankfurt (647.000 Euro). Auch in Stuttgart und Düsseldorf sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Marke von 500.000 Euro fällt. Lediglich in Köln (379.000 Euro) wird die Schwelle erst mit einem fünften Zimmer erreicht – in München sind Eigentümer laut Homeday dann längst im siebenstelligen Bereich angekommen.

Quelle: Pressemitteilung Homeday

Die Homeday GmbH ist ein Immobilien-Maklerunternehmen mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen wurde 2015 gegründet und hat seitdem bundesweit über eine Milliarde Euro Immobilienvolumen vermittelt. (mb1)

www.homeday.de

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