Hochattraktive Nischen in der Pharmabranche werden endlich zugänglich

Louisa Mayr
Louisa Mayr

Gastbeitrag von Louisa Mayr, Head of Marketing & Investor Relations bei Adragos Pharma. Sie berichtet über eine hochattraktive Nische für Private-Equity-Investments in der Pharmabranche:

Die Pharmaindustrie zeigt insbesondere in Krisenzeiten ihre Vorzüge: stabil, renditestark, global aufgestellt und mit hohem gesellschaftlichem und volkswirtschaftlichem Nutzen. Allerdings auch äußerst komplex, stark reguliert und langzyklisch. Viele Private-Equity-Firmen scheuen daher ein Engagement, braucht es doch enormes Know-how, um hier einzusteigen. Genau hier kommen Spezialisten zum Zuge. Sie agieren fokussiert, können mit einschlägigem Wissen und Erfahrung punkten und so substanziell Unternehmenswerte steigern. Dabei profitieren sie auch von geringerem Wettbewerb bei Akquisitionen. Vorteile, die auch Anleger schätzen.

Der Private-Equity-Markt hat in den letzten Jahren enorm an Größe gewonnen und so auch die Zahl an Akteuren und Anlagemöglichkeiten. Mit „Capital as Commodity“ sind aber auch die Kaufpreise immer weiter gestiegen. Immer höhere Multiples werden aufgerufen, große Akteure klagen über engeren Deal-Flow und weniger gute Gelegenheiten. Das Geschäft wird schwieriger.

Nicht alle Industrien sind gleichermaßen betroffen: Komplexe Industrien wie Medizintechnik oder Pharma sind traditionell schwieriger zugänglich. Insbesondere der Pharmabereich bedarf tiefer Branchenkenntnisse, um erfolgreich zu agieren. Hohe Komplexität, starke Regulierung und lange Investitions- und Innovationszyklen limitieren das Standardvorgehen großer Private-Equity-Firmen. Deren Handwerkszeug – vielfach erprobt in anderen Branchen - kann oft nicht zum Einsatz kommen. Schade, denn die Pharmaindustrie ist nicht nur ein sehr großer und profitabler Sektor, er ist auch einer mit hohen Wertsteigerungschancen. so kommen Spezialisten mit langjähriger, operativer Erfahrung wie zum Beispiel Adragos Pharma zum Zuge. Das Münchener Private-Equity-Haus ist, wie der Name suggeriert, ausschließlich auf die Pharmazeutische Industrie fokussiert.

Dr. Andreas Raabe, Partner bei Adragos, hält Pharma für hochinteressant und sehr lukrativ, obwohl Neulinge sich die Finger verbrennen könnten. Er weiß, wovon er spricht. Doktor der Biomedizin mit Summa Cum Laude, Autor hochkarätiger wissenschaftlicher Publikationen, dann viele Jahre als Berater bei McKinsey, auf die Top-Management-Positionen im Pharmabereich folgten. Zuletzt war er CEO einer innovativen Biopharmafirma.

Adragos gründete er, um an Veränderungen zu partizipieren, die im Pharmaumfeld schon in den letzten Jahren begonnen haben. Als Beispiele lassen sich nennen: besser informierte Patienten, anhaltend hoher Kostendruck, starke Nachfrage aus Schwellenländern und massiver technologischer Fortschritt. Dabei geht es nicht vornehmlich um Biotech oder Gentherapie – Adragos investiert nicht in Hoch-Risiko-Segmente. Die besten Chancen sieht Dr. Raabe in etablierten Segmenten, zum Beispiel Zulieferern. Hier besteht im Gegensatz zu anderen Industrien weiterhin eine hohe Fragmentierung. Zudem gäbe es massiven Nachholbedarf was Effizienz, Digitalisierung und Agilität angeht – also schnell zu hebende und große Potenziale. Hierzu ist Philipp Ziehr als Partner an Bord gekommen. Ein Diplomkaufmann und Finanzspezialist, der lange als CFO bei Automobilzulieferern rund um die Welt tätig war, bevor er vor einigen Jahren in den Pharmabereich wechselte. Er hält die Diskrepanz zwischen Automotive und Pharma für enorm. Pharma hätte zwar auch Druck in der Innovation, aber kaum im Bereich der Operations – hier sieht Ziehr einen Nachholbedarf von zehn bis 15 Jahren. Pharma müsse dringend zu Automotive aufschließen. Potenzial für Deals gibt es genug: der Pharmamarkt setzt jährlich über 1,2 Billionen US-Dollar um, Adragos sollte also viele Möglichkeiten haben.

Ziehr erklärt die Investment-Strategie als einen im Prinzip einfachen Ansatz:

1. Attraktive Segmente umfassend verstehen.
2. Akquisitionen ermöglichen, die anderen Investoren oder PE-Häusern gar nicht zugänglich wären.
3. Assets mit ruhiger Hand, unternehmerisch und wertorientiert weiterentwickeln.

Das Gründerteam setzt sich dabei betont von klassischen Private-Equity-Häusern ab. Obwohl man viel Erfahrung im Deal-Making mitbringt, betonen die Partner die operative Erfahrung. Insbesondere auch einen konstruktiven und partnerschaftlichen Ansatz beim Management der Portfoliofirmen. Massenentlassungen oder harte Sanierung steht nicht auf dem Plan. Die vereinte Erfahrung, Branchenkenntnis und ein gutes Netzwerk seien ausreichend, um substanzielle Potenziale gezielt zu heben.

Adragos plant einen Fonds im mittleren dreistelligen Millionen-Bereich zu schließen. Ziel ist es, Buy & build-Strategien in Nordamerika und Europa durchzuführen, insbesondere im Bereich der Herstellung von Pharmazeutika. Die Voraussetzungen dafür sind ideal: Der Markt wächst, ist sehr fragmentiert und in Folge von Corona herrscht politischer und gesellschaftlicher Druck, Pharmaproduktionen wieder „onshore“ zu verlagern. Dazu hat Adragos nicht nur ein erfahrenes Team mit starkem Netzwerk, sondern eine erste Asset-Basis und starke Deal-Pipeline gesichert.

Louisa Mayr ist Head of Marketing & Investor Relations bei Adragos Pharma, einer global-operierenden Private-Equity-Boutique mit Sitz in München. Der Investmentfokus liegt auf Pharma-Unternehmen außerhalb des Kapitalmarktes, wobei immer 100 Prozent der Unternehmensanteile erworben werden. Neben attraktiven Renditen baut Adragos Pharma Unternehmen auf, die einen substanziellen Mehrwert für Gesundheitssysteme und Gesellschaft darstellen.

www.adragos-pharma.com

Dieser Gastbeitrag ist zuerst erschienen in EXXECNEWS Ausgabe 23/2020.

www.exxecnews.de

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