Befragung zum Thema Provisionsverbot ergibt paradoxes Bild

Nur gut die Hälfte (56 Prozent) der Bundesbürger sind sich im Klaren darüber, dass in Anlageprodukten Provisionen enthalten sind, die zu ihren eigenen Lasten gehen. Nur 15 Prozent gaben an, das nicht zu wissen. 90 Prozent sind dennoch der Überzeugung, noch nie für Beratung bezahlt zu haben. Das sind einige der wichtigsten Erkenntnisse einer repräsentativen Befragung, die im Auftrag der Quirin Privatbank im Februar 2023 durchgeführt wurde.

Der Umfrage zufolge herrscht eine massive Unkenntnis über Kosten. 86 Prozent der Befragten geben an, nicht zu wissen, wie sich die Kosten für die Beratung bei der eigenen Bank zusammensetzen, 62 Prozent von ihnen wüssten es aber gerne. Die Hälfte der Bankkunden (51 Prozent) weiß nicht, wie hoch einmalige Abschlussprovisionen im Schnitt ausfallen, ein ähnliches Bild zeigt sich bei den laufenden Provisionen (53 Prozent). 54 Prozent derer, die schon mal Provisionen gezahlt haben, sagen, dass die Provisionen zu hoch sind. 63 Prozent wünschen sich ein Provisionsverbot. Wenn Provisionen in Deutschland verboten würden, würden 33 Prozent ein Honorar zahlen wollen, 40 Prozent würden keine Beratung mehr in Anspruch nehmen.

„Es zeigt sich ein mehrfaches Beratungs-Bezahl-Paradoxon“, erklärt Karl Matthäus Schmidt, CEO der Quirin Privatbank. „So wollen die Deutschen unabhängige Beratung, wissen aber, dass und warum sie keine bekommen. Sie sind für ein Provisionsverbot, möchten dann aber keine Beratung mehr in Anspruch nehmen. Sie wissen, dass Banken von Provisionen leben, sind aber davon überzeugt, selbst noch nie für Beratung bezahlt zu haben.“

Auch eine Beratungsdokumentation schafft der Umfrage zufolge kaum Transparenz. Die im Zuge der Umsetzung der MiFID-II-Richtlinien eingeführten Beratungsdokumentationen sollten einerseits die Qualität in der Beratung verbessern und andererseits Anlegende besser aufklären und für mehr Transparenz bei den Kosten sorgen. 66 Prozent der Befragten geben jedoch an, die Unterlagen nicht zu lesen. 60 Prozent derer, die sie gelesen haben, sagen, dass sie die Unterlagen nicht verstehen.

Knapp 70 Prozent der befragten Deutschen fühlen sich bei ihrer jetzigen Bank gut beraten. Die Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) will unabhängige Bankberatung, aber nur 26 Prozent sagen, dass sie diese auch tatsächlich erhalten. (DFPA/AZ)

Die Quirin Privatbank AG betreibt Bank- und Finanzgeschäfte in zwei Geschäftsfeldern: Anlagegeschäft für Privatkunden (Honorarberatung) sowie Beratung bei Finanzierungsmaßnahmen auf Eigen- und Fremdkapitalbasis für mittelständische Unternehmen. Das Finanzinstitut wurde 1998 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Berlin.

www.quirinbank.de

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