Emissionsmarkt Deutschland: Emittenten setzen auf das zweite Halbjahr

Der deutsche Emissionsmarkt ist solide ins neue Jahr gestartet: Der Börsengang des Internetdienstleisters IONOS beendete die mehrmonatige Flaute auf dem Frankfurter Börsenparkett. Auch in Sachen Kapitalerhöhungen gibt das erste Quartal 2023 Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Eine breite Erholung des deutschen Emissionsmarkts ist durch die aktuellen Turbulenzen auf den Finanzmärkten allerdings noch nicht in Sicht. Zu diesen Ergebnissen kommt die Analyse „Emissionsmarkt Deutschland“ des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PwC.

Mit Blick auf die makroökonomischen Rahmenbedingungen und das Aktienmarktumfeld verlief der Start in das Jahr 2023 vielversprechend: Mit den steigenden Zinsen schien der Höhepunkt der Inflation überschritten, Rezessionsängste beruhigten sich, der Geschäftsklimaindex zeigte leicht nach oben. Die wichtigsten Aktienindizes erholten sich, während die Volatilität auf einem für Transaktionen günstigen Niveau lag.

Die Frankfurter Börse erlebte im Auftaktquartal das erste Initial Public Offering (IPO) seit dem Porsche-Börsengang im vergangenen September: Der Internetdienstleister IONOS wagte Anfang Februar den Sprung auf das Parkett und spielte dabei 389 Millionen Euro ein. Dieses erste und einzige Debüt im ersten Quartal wurde allerdings von der schwachen Aftermarket-Performance des Börsenneulings überschattet: Die IONOS-Aktie startete bereits am unteren Ende der Bookbuilding-Spanne und hat seitdem rund 20 Prozent an Wert verloren.

Zumindest mit Blick auf die Kapitalerhöhungen war der Start in das neue Jahr solide: Insgesamt sechs Unternehmen besorgten sich zwischen Januar und März auf diesem Weg frisches Kapital (erstes Quartal 2022: vier). Das Emissionsvolumen lag bei rund 1,8 Milliarden Euro (erstes Quartal 2022: 59 Millionen Euro). Den Löwenanteil daran machte der Energietechnik-Konzern Siemens Energy aus: Das Unternehmen beschaffte sich über eine Kapitalerhöhung knapp 1,3 Milliarden Euro an frischem Geld. Damit soll die Komplettübernahme der Windkrafttochter Siemens Gamesa finanziert werden.

Die aktuellen Unsicherheiten im Kapitalmarkt waren auch im Bereich der Fremdkapitalemissionen zu spüren: Während die Investment-Grade-Spreads Anfang des Quartals vorübergehend zurückgingen, stiegen sie nun im März sprunghaft an. Gleichzeitig waren Anzahl und Gesamtvolumen der Emissionen im Vergleich zum Vorjahresquartal rückläufig.

Auch im High-Yield-Bereich gingen Anzahl und Gesamtvolumen der Bond-Emissionen auf niedrigem Niveau weiter zurück, während die Spreads aufgrund von Unsicherheiten im US-amerikanischen und europäischen Bankensektor zum Ende des Quartals von einem starken Anstieg geprägt waren.

Mit Blick auf die Entwicklung des deutschen Emissionsmarkts im Jahresverlauf ist Stephan Wyrobisch, Kapitalmarkt-Experte bei PwC Deutschland vorsichtig: „In der ersten Jahreshälfte werden wir wahrscheinlich keine großen Börsengänge in Frankfurt erleben. Die Hoffnungen ruhen auf der zweiten Jahreshälfte. Sollte sich das generelle Marktumfeld wieder beruhigen, öffnet sich möglicherweise ein Zeitfenster, in dem die Unternehmen, die sich aktuell auf einen Börsengang vorbereiten, ihre Pläne in die Realität umsetzen können.“ (DFPA/JF1)

PricewaterhouseCoopers International Limited (PwC) ist ein weltweites Netzwerk rechtlich selbstständiger und unabhängiger Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmens- beziehungsweise Managementberatung.

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