Nordea AM: "Die Rückkehr der Wachstumstitel?"

Eine hohe Inflation und die Erwartung steigender Zinsen haben die Kurse von Wachstumsaktien, vor allem aus dem Technologiebereich, nach unten gezogen. Auch wenn das Ende des Zinsanhebungszyklus kaum absehbar ist, lassen sich bei Wachstumsaktien schon wieder Chancen erkennen, schreibt Sébastien Galy, Makro-Stratege beim Vermögensverwalter Nordea Asset Management (Nordea AM), in einem aktuellen Marktkommentar.

Laut Galy reichten die Vorgaben der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) aus der vergangenen Woche nicht aus, um den Markt davon zu überzeugen, dass die Fed die Inflation senken würde. Die Inflationserwartungen gingen nicht zurück, wie die darauffolgenden Preisbewegungen bei Gold, Breakeven-Inflation und Bitcoins zeigten. Aus Sicht von Galy scheint der Hauptgrund dafür, das mangelnde Vertrauen des Marktes in die Fed zu sein. Infolgedessen schwankten der Markt und die Haushalte zwischen der Befürchtung, dass es aufgrund der übermäßigen Straffung der Geldpolitik zu einer Rezession kommen könnte, und der Erleichterung, dass dies nicht der Fall ist. Dies sei typisch für einen Carry-Trade im fortgeschrittenen Stadium, bei dem übermäßiger Optimismus zunehmend mit einer weniger ermutigenden Realität konfrontiert wird, so der Experte.

Ein Bereich, der besonders empfindlich auf die Vorstellung reagiert, dass die Zinssätze noch viel höher steigen könnten, ist der Technologiesektor. Vor nicht allzu langer Zeit lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des Sektors bei etwa 40. Galy: „Doch als die Schar der Einhörner mit geringem Umsatz und großen Wachstumshoffnungen zusammenbrach, fiel das KGV des Sektors auf 24,2. Einige große Unternehmen wie Netflix oder Meta haben enttäuschende Nutzerdaten präsentiert und mussten ebenfalls Rückschläge verkraften.“ Das Problem für solche relativ reifen Unternehmen bestehe darin, weiterhin innovativ zu sein, denn die einfachen Zeiten sind vorbei, da sie ihre Konkurrenz größtenteils bereits verdrängt haben. Auch die Geschichte von IBM, das im Jahr 1911 gegründet wurde, zeige, dass die Entwicklung keine lineare ist.

„Was bedeutet das für Anleger? Da die Liquidität seitens der Zentralbanken nur langsam abgebaut wird und keine Klarheit über das Ende des Zinsanhebungszyklus der Fed besteht, ist es wahrscheinlich zu früh, sich auf Wachstumsaktien zu konzentrieren. Während sich bei den Unternehmen die Spreu vom Weizen trennt, ergeben sich jedoch allmählich neue Chancen, sowohl mit Blick auf die Auswahl einzelner Unternehmen, als auch bei der Länder- und Faktor-Allokation“, schreibt Galy abschließend. (DFPA/JF1)

Nordea Asset Management (NAM) ist der Vermögensverwalter des skandinavischen Finanzdienstleisters Nordea-Gruppe. Das Unternehmen verwaltet ein Vermögen in Höhe von 292 Milliarden Euro. (Stand: 31. Dezember 2021)

www.nordea.de

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