Studie: Frauen-Quote in den Führungsetagen der Fondsgesellschaften rückläufig

Die „Fondsfrauen“, ein Karrierenetzwerk zur Förderung und Gleichstellung von Frauen in der Investmentfondsindustrie, haben untersucht, wie es speziell um die Gender-Diversität in den Top-Etagen der in Deutschland aktiven Asset Manager bestellt ist. Datengrundlage für die diesjährige Untersuchung waren alle 116 Gesellschaften, die zum Stichtag 26. März 2022 Vollmitglied im deutschen Fondsverband BVI waren.

Je nachdem, ob es sich bei den Asset Managern um eine GmbH oder eine AG handelt, gibt es im Regelfall mehrere Geschäftsführungs- oder Vorstandsmitglieder. Die Fondsfrauen haben alle von ihnen namentlich erfasst. In diesem Jahr konnte von allen Gesellschaften die Führungsebene erfasst werden. Im Vorjahr war es hingegen bei vier Gesellschaften nicht möglich, die Geschäftsleitung namentlich zu erfahren, weder durch Internet-Recherche noch durch mehrmaliges Nachfragen. Insofern hat sich die Transparenz in dieser Hinsicht erhöht.

Insgesamt befinden sich in den Top-Führungsgremien der BVI-Vollmitgliedsgesellschaften 430 Mitglieder, darunter 59 Frauen, was 13,7 Prozent entspricht – Im Vorjahr waren es noch 14,7 Prozent.

Insbesondere Gesellschaften mit schweizerischem (25 Prozent), angelsächsischem (22,4 Prozent) und nordischem (22,2 Prozent) Background haben einen relativ hohen Frauenanteil in der ersten Führungsebene. Dahingegen lag der Anteil bei den rein deutschen Gesellschaften im Schnitt lediglich bei 9,2 Prozent.

Wie im Vorjahr wurde untersucht, ob es Unterschiede in der Frauenquote zwischen den Rechtsformen gibt. Der Großteil der Asset Manager (75 Prozent) firmiert als GmbH. Bei ihnen beträgt der Frauen-Anteil in der Geschäftsführung 13,2 Prozent.

Etwa ein Viertel der BVI-Vollmitglieds-Gesellschaften firmiert als AG. Bei ihnen liegt der Anteil der weiblichen Vorstands-Mitglieder mit 15,2 Prozent etwas höher. Das könnte laut dem Verband Fondsfrauen daran liegen, dass sich Aktiengesellschaften in einem stärkeren öffentlichen Licht sehen als GmbHs und daher mehr auf sichtbare Governance-Regeln achten.

Die Vermutung, dass der Frauen-Anteil bei den Immobilien-Asset Managern besonders hoch sei, konnte auch in diesem Jahr nicht bestätigt werden. Bei reinen Immobilien-Asset Managern betrug die Frauenquote 12,0 Prozent, während sie bei reinen Wertpapier-Managern mit 12,6 Prozent nur leicht darüber lag. Auffällig sei jedoch, dass Asset Manager, die neben anderen Assetklassen auch Alternatives managen, mit 17,2 Prozent einen relativ hohen Frauen-Anteil in ihren Führungsetagen haben. Der Grund dürfte sein, dass sich darunter relativ viele Häuser mit schweizerischem beziehungsweise angelsächsischem Background befinden, die von Hause aus einen höheren Frauenanteil haben. (DFPA/JF1)

Die Fondsfrauen sind ein Karrierenetzwerk zur Förderung und Gleichstellung von Frauen in der Investmentfondsindustrie. Gegründet wurde das Netzwerk Anfang 2015 von Anne E. Connelly, Anke Dembowski und Manuela Fröhlich.

www.fondsfrauen.de

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