REITs & Immobilienaktien - Hidden. Champion

Die Immobilie ist weltweit vermutlich eine der ältesten Kapitalanlagen in der Geschichte der Menschheit. Moderne Immobilienaktien sind hierbei die liquideste Art zu investieren, schreibt Andreas Lindner, Geschäftsführer Deutsche Finance Securities Gmbh, in Ausgabe 03/2021 von EXXECNEWS.

So alt wie das Bedürfnis nach den eigenen vier Wänden, ist wohl auch der Handel damit. Waren es in grauer Vorzeit vielleicht Lehmhütten oder im Mittelalter Burgen und Schlösser, blicken wir heutzutage auf eine sehr ausdifferenzierte Anlageklasse mit den unterschiedlichsten Nutzungsarten. Während Wohnimmobilien selbsterklärend sind, wirken Bereiche wie die Verpachtung von Dachflächen und darauf befindlichen Antennen eher exotisch. Dabei waren kapitalintensive Immobilien-Investments –jenseits der eigenen vier Wände – bis vor wenigen Jahrzehnten eher einer elitären Gruppe Vermögender vorbehalten und kaum als Anlageinstrument einer breiten Masse zu finden.

Erst ab den 1960er kam es quasi zu einer „Demokratisierung von Immobilienbesitz“ durch neue Anlagevehikel, welche für jeden Privatanleger sinnvolle Investitionsmöglichkeiten auch für kleine Beträge schuf. Dabei gingen die Länder verschiedene Wege.

Während Ende der 1950er der deutsche Gesetzgeber im Rahmen der Investmentfonds die Klasse der sogenannten Offenen Immobilienfonds (OIF) entwickelte, setzte Nordamerika auf die bereits bewährte Form der Aktie. Mit der Immobilienaktie und deren (steuerlich privilegierten) Sonderform REIT – Real Estate Investment Trust, war der Startschuss für eine bemerkenswerte Erfolgsstory gesetzt.

Onvista zählt Ende 2020 54 Offene Immobilienfonds. Davon 37 im Euroland und 16 internationale. Das Anlagevolumen Immobilien-Publikumsfonds in Deutschland taxiert der BVI auf etwa 110 Milliarden Euro.

Für börsennotierte Immobiliengesellschaften weist Onvista aktuell für Deutschland 75, Europa 341, Asien 141 und Nordamerika 233 Titel aus.

Zum Vergleich: Mit einer Marktkapitalisierung von gut 105 Mrd. USD ist der REIT American Tower –bekannt als ATC, in etwa so wertvoll, wie das gesamte in Deutschland verwaltetet Immobilien-Publikumsfondsvermögen. Die gesamte Marktkapitalisierung der U.S. REITs mit über 1 Billion USD etwa zehnmal so groß. 145 Millionen U.S. Amerikaner kommen jährlich in den Genuss von mehr als 63 Milliarden Dollar Dividenden. Immobilienaktien haben in den USA etwa den Verbreitungsgrad, wie hierzulande das Sparbuch.

Mit zunehmender Globalisierung stiegen in den vergangenen Jahren auch die Korrelationen der weltweiten Aktienmärkte. Der Gleichlauf zwischen europäischen Aktien-Indices und anderen prominenten Aktien-Indices liegt im länger jährigen Mittel über 0,7. Ein völlig anderes Bild zeichnen die globalen Immobilienaktien-Märkte und deren Indices. Hier sind Korrelationen zwischen den Ländern von mehr als 0,5 eher die Ausnahme. Der Grund liegt unter anderem darin, dass Immobilien eben ein sehr „lokales“ Geschäft sind und es nur wenige Effekte wie etwa die Corona-Pandemie gibt, welche weltweit gleichzeitig zu einem Impact führen. Grundsätzlich gilt, dass Immobilienaktien-Länderindices sowohl untereinander, als auch im Vergleich zu anderen Aktien-Indices wie z.B. Eurostoxx oder S&P 500 mäßig bis null korrelieren.

Analysiert man den Immobilienaktien-Markt auf Länderbasis fällt zudem der massive Performanceunterschied auf. Im Durchschnitt lagen in den vergangenen 20 Jahren über 50 Prozent zwischen dem Top und Flop der Länder. Im abgelaufenen Jahr schlugen beispielsweise deutsche Immobilienaktien die niederländischen mit über 60 Prozent.

Die wachsende Bedeutung des Sektors zeigt sich u.a. darin, dass börsengelistete REITs und Immobilienaktien seit Mitte 2016 in den bedeutenden Global Industry Classifikation Standards (Gics) aus dem Sektor Financials herausgelöst wurden und seither einen eigenen GICS Sektor bilden, welcher im S&P 500 mit rund drei Prozent und im MSCI World mit ca. 2,65 Prozent gewichtet ist.

www.exxecnews.de

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