Offene Immobilienfonds mit spürbaren Nettomittelabflüssen

Erstmals seit 2006 sehen sich die Manager offener Immobilienfonds mit spürbaren Nettomittelabflüssen konfrontiert. Das Management der Fondsliquidität gerät dadurch in den Fokus. Gegenwärtig sind die Liquiditätsquoten laut Analysehaus Scope im Durchschnitt stabil.

In den vergangenen 17 Jahren hatten offene Immobilienfonds in der Summe stets positive Nettomittelaufkommen. Die aktuelle Konkurrenz durch attraktiv verzinste Anlagealternativen lässt für 2024 jedoch deutliche Nettomittelabflüsse erwarten. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres betrugen diese bereits 0,5 Milliarden Euro. Auch für die kommenden Monate erwartet Scope in der Summe Nettomittelabflüsse. Mit dem Höhepunkt der monatlichen Mittelabflüsse im Jahr 2024 rechnet Scope im dritten Quartal. Auf mittlere Sicht sind die Mittelbewegungen wesentlich von der Zinspolitik der EZB abhängig. Während in den vergangenen Jahren der Fokus des Liquiditätsmanagements darauf lag, die – damals unverzinste – Liquidität nicht zu stark anschwellen zu lassen, liegt der Fokus jetzt auf der Bereitstellung ausreichender Liquidität für Anteilrückgaben der Anleger.

Die von allen Fonds aktuell gehaltene Liquidität beträgt 17,3 Milliarden Euro (Stand Februar 2024). Bei einem aggregierten Fondsvolumen von rund 120 Milliarden Euro entspricht das einer durchschnittlichen Liquiditätsquote von 14,5 Prozent. Damit liegt sie nahezu auf dem gleichen Niveau wie in den drei Jahren zuvor – und signifikant über der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestliquidität in Höhe von fünf Prozent. Bei den 13 Fonds mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Euro reicht das Spektrum der Liquiditätsquoten aktuell von 29,3 Prozent beim „Deka-ImmobilienMetropolen“ bis 10,5 Prozent beim „UniImmo: Wohnen ZBI“. Von diesen 13 Fonds haben sieben zum Stichtag 29. Februar 2024 ihre Liquiditätsquote im Vergleich zum Vorjahr erhöht – am stärksten der „UniImmo: Global“ (plus 8,2 Prozentpunkte [PP]) und der „Deka-ImmobilienGlobal“ (plus 8,1 PP).

Bei sechs Fonds ist die Liquiditätsquote auf Jahressicht rückläufig. Den stärksten Rückgang mit -2,4 PP weist der „UniImmo: Deutschland“ auf. Der Fonds liegt mit einer Liquiditätsquote von 16,4 Prozent aber weiterhin oberhalb des Durchschnitts.

Einzelne Rücknahmeaussetzungen von Fonds seien künftig zwar nicht auszuschließen. Für das Jahr 2024 sollte die überwiegende Zahl der Fonds die Mittelabflüsse aus ihren Cash-Beständen leisten können. Um Anteilscheinrückgaben der Anleger dauerhaft bedienen zu können, sind laut Scope bei vielen Fonds Objektverkäufe erforderlich. (DFPA/mb1)

Die Scope Group ist ein Anbieter von unabhängigen Kreditratings, ESG- und Fondsanalysen. Es werden mehr als 300 Mitarbeiter in Büros in Berlin, Frankfurt, London, Madrid, Mailand, Oslo und Paris beschäftigt.

www.scopegroup.com

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