Real Assets als Bausteine für die Kapitalanlage

Real Assets
Panel-Diskussion

Die Investoren-Konferenz „Real Assets“ am 22. Juni 2017 in Frankfurt am Main hat nach Angaben des Veranstalters die Erwartungen der Teilnehmer voll erfüllt. Unter dem Motto „Aktienmärkte auf Höchstständen, leicht anziehende Zinsen und weiterhin politische Unwägbarkeiten stellen für jeden Investor hohe Ansprüche an die Kapital-Allokation. Gefragt sind neue Ideen, mehr Vielfalt und renditestarke Investment-Bausteine. Real Assets sind facettenreich, korrelieren kaum mit klassischen Anlagen und bieten ein interessantes Chance-Risiko-Profil.“ stellten internationale Unternehmen und Referenten aus unterschiedlichen Segmenten der „Real Asset-Welt“ ihre Lösungen vor.

Bruce Timm, President und Gründer der ICM Realty Group, hatte mit seinem Vortragstitel „Wertorientierte Core-plus-Immobilien in ausgewählten Märkten der USA“ bereits den Rahmen für einen interessanten Einblick gegeben. Er sieht in den Metropolen der zweiten Reihe in den USA sehr gute Perspektiven für Investments im Bereich gewerblicher Immobilien. „Die USA verzeichnen ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum bei wachsender Bevölkerung und geringer Arbeitslosigkeit. Dies führt zu steigenden Mietpreisen und attraktiven Immobilienrenditen, die sich in Märkten wie Minneapolis, Dallas, Fort Lauderdale, Charlotte und Atlanta auf gesundes Wachstum stützen. So generiert beispielweise die Metropolregion Atlanta mit ihren 5,7 Millionen Einwohnern ein Bruttoinlandsprodukt von circa 300 Milliarden US-Dollar - dies ist vergleichbar mit der Wirtschaftsleistung von Hessen. Wachstumstreiber in dieser dynamischen und gut diversifizierten Region sind die Segmente Live Science, IT, Forschung und Business Services. Investoren in US-Immobilien können insbesondere im Segment „Core plus“ durch den bestehenden Investitionsstau und die günstigen Bewertungen profitieren und zweistellige Renditen erzielen“, führte Timm aus.

Dr. Roman Rocke, Executive Board Member der MPC Capital AG, berichtete über die Bandbreite von Investmentchancen in ausgewählten Real-Estate- und Infrastruktur-Segmenten. Er verwies in seinem Statement auf die zentrale Rolle der Sachwerte und des Managements. „Sachwerte sind für institutionelle Investoren ein elementarer Bestandteil in der Kapitalanlage geworden und werden an Bedeutung noch hinzugewinnen. Die zunehmende Nachfrage führt teilweise bereits zu sehr niedrigen Renditen und einer potentiellen Blasenbildung in Core-Bereichen. Die Beimischung von Investitionen in ausgewählte Nischen und/oder höhere Wertschöpfung (zum Beispiel Construction oder Value add) können die Portfoliorendite erhöhen, bei unterproportionalem Risikozuwachs. Risikomanagement, aktives Asset Management und Reporting gewinnen dadurch an Bedeutung für die erfolgreiche Umsetzung”, so Rocke.

Dirk Schuldes, Bereichsleiter Real Estate Markets Hospitality bei der Commerz Real AG, hatte mit seinem Thema „Renditetrüffel: Betreiberimmobilien als Anlage für Pensionskassen“ einen klaren Fokus gesetzt. Für Ihn stehen die bisherigen Nischen im Mittelpunkt: „Geeignete Anlageimmobilien zu finden, bleibt schwierig. Investoren befinden sich zwischen Anlagedruck, Niedrigzinsen, knappen Assets und sinkenden Einkaufsrenditen im Dilemma. Bisherige Nischen geraten daher auf den Radar. So zum Beispiel Hotels oder Serviced- beziehungsweise Studenten-Apartments“, erläuterte Schuldes. An konkreten Beispielen konnten die Möglichkeiten sehr gut dokumentiert werden.

Dr. Tobias Reichmuth, Gründer der Susi Partners AG, und Thomas Bargl, Mitglied des Management Committees der Susi Partners AG, legten ihren Fokus auf Energiespeicher. Der Vortragstitel „Der Schlüssel zur Energiewende als Chance für institutionelle Investoren“ setzte den Rahmen. „Die heutige Netzinfrastruktur ist den Anforderungen variabler und dezentraler Stromproduktion nur bedingt gewachsen, was zu hohen jährlichen Netzkosten, Brownouts und schlimmstenfalls Blackouts führt. Da sich die Erzeugung der Erneuerbaren nicht optimal mit der Nachfrage der Stromverbraucher deckt, können CO2-intensive, fossil befeuerte Kraftwerke noch nicht im nötigen Ausmaß vom Netz genommen werden. Energiespeicher schlagen die Brücke zwischen Angebot und Nachfrage im Stromnetz und sind damit der Schlüssel zur Stabilisierung des Netzes und der Grundlastfähigkeit der erneuerbaren Energien. Energiespeicherinfrastruktur weist deshalb heute und in den kommenden Jahren einen sehr hohen Investitionsbedarf auf und es wird erwartet, dass die Branche zwischen 2014 und 2019 im Jahresdurchschnitt um 79 Prozent wachsen wird. Dies entspricht einem Investitionsbedarf von fast neun Milliarden Euro allein im Jahr 2019. Energiespeicher können mehr als eine Anwendung unabhängig von ihrem Standort bieten. Die optimale Kombination möglicher Anwendungen wird Anlagebesitzern und damit auch Investoren eine ausgewogene Mischung aus fixierten und marktbasierten Cashflows und damit die optimale Rendite eröffnen. Klassische Stromversorger werden aus regulatorischen und bilanziellen Gründen eine zurückhaltende Rolle einnehmen müssen. Die entstehende Finanzierungslücke eröffnet Investoren mit langfristigem Anlagehorizont interessante Opportunitäten“, führten Bargl und Reichmuth aus.

Die abschließende Panel-Diskussion wurde durch Markus Gotzi, Chefredakteur von „Der Fondsbrief“, moderiert. Hier wurden neben den Kernthemen auch die Rahmenbedingungen in den einzelnen Lokationen hinterfragt. „In den USA hat man aktuell keine signifikanten Auswirkungen nach der Trump-Wahl gesehen“, war sich die Diskussionsrunde einig.

Weitere Informationen stehen auf dem Webauftritt des Veranstalters Finanzmarkt -Veranstaltungen zur Verfügung. Ansprechpartner ist Jürgen Scharfenorth.

www.finanzmarkt-veranstaltungen.de

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