Assekurata: Garantien im Bestand absichern und im Neugeschäft neu austarieren

Das Jahr 2020 stand im Zeichen der Covid-19-Pandemie. Viele Lebensversicherer haben entsprechend reagiert und Lösungen zum Vertrieb aus der Distanz gefunden. So konnten große Einbrüche im Neugeschäft vermieden werden. Trotzdem wird die Pandemie die Branche vor Herausforderungen stellen, denn die erhöhte Schuldenlast der EU-Staaten macht eine mittelfristige Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) sehr unwahrscheinlich, weshalb der Zuführungsbedarf zur Zinszusatzreserve (ZZR) weiter ansteigen dürfte. Das merkt die Ratingagentur Assekurata an.

Allein im Jahr 2020 mussten die deutschen Lebensversicherer zusätzlich knapp elf Milliarden Euro nachreservieren. Somit hat die Branche seit Einführung des Reservetopfs 2011 insgesamt einen Bestand von 86 Milliarden Euro aufgebaut. Sollten die Zinsen auf dem derzeitigen Niveau verharren, wäre nach Hochrechnungen von Assekurata damit erst die Hälfte des Weges geschafft. Dies sind Ergebnisse aus einer Marktstudie des Unternehmens zu Überschussbeteiligungen und Garantien von Lebensversicherern.

Die Negativzinsen am Kapitalmarkt wirkten sich unmittelbar auf die Nachreservierungspflichten der Lebensversicherer aus. So sank der Referenzzins, der den brancheneinheitlichen Maßstab für die Dotierung der ZZR darstellt, 2020 auf 1,73 Prozent (Vorjahr: 1,92 Prozent). „Das hat zur Folge, dass nun erstmals auch die Tarifgeneration mit einem Garantiezins von 1,75 Prozent unter die ZZR fällt“, erklärt Lars Heermann, Bereichsleiter Analyse und Bewertung bei Assekurata. „Damit müssen die Versicherer nun im Schnitt für mehr als 84 Prozent ihrer Deckungsrückstellungen eine ZZR stellen.“ Die Spannbreite ist dabei von Anbieter zu Anbieter verschieden und reicht von 56,15 Prozent bis 98,27 Prozent.

Für das Bilanzjahr 2020 ermittelte Assekurata eine branchenweite ZZR-Zuführung von 10,5 Milliarden Euro, was über einem Prozent der branchenweiten Deckungsrückstellungen entspricht. Um die Zuführung zu stemmen, müssten die Lebensversicherer also zusätzliche Anlagerenditen in dieser Höhe erwirtschaften. „Durch die neuerliche Zuführung erhöht sich der Gesamtbestand der ZZR auf 86 Milliarden Euro“, betont Heermann. „Somit haben die deutschen Lebensversicherer bislang fast das Fünffache ihres bilanziellen Eigenkapitals von rund 18 Milliarden Euro als zusätzliche Zinsvor-sorge nachreserviert.“

Mit ihrem steigenden Volumen wirke sich die ZZR entlastend auf die wirtschaftlichen Anforderungen der Bestandsgarantien aus. So lag der nominelle Garantiezins im Bestand der Lebensversicherer Ende 2020 bei durchschnittlich 2,63 Prozent. Unter Berücksichtigung der ZZR fällt der Wert mit 1,59 Prozent allerdings um 104 Basispunkte geringer aus. In den Vorjahren war die Entlastung mit 97 (2019) beziehungsweise 85 Basispunkten (2018) noch nicht so ausgeprägt. Die weitere Entwicklung der ZZR hänge neben der individuellen Bestandsstruktur der Versicherer maßgeblich vom allgemeinen Zinsumfeld ab.

Mit Blick auf die ZZR-Dotierung rechnet Assekurata im Basis-Szenario für die kommenden drei Jahre mit einem Zuführungsbedarf von jeweils acht bis elf Milliarden Euro. Bereits bis 2025 würde der Gesamtbestand der ZZR dann auf knapp 130 Milliarden Euro ansteigen. (DFPA/mb1)

Quelle: Pressemitteilung Assekurata

Die Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH ist eine Ratingagentur, die sich auf die Qualitätsbeurteilung von Versicherungsunternehmen aus Kundensicht spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde 1996 gegründet und hat seinen Sitz in Köln.

www.assekurata.de

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